5 Tipps für die Küchenplanung

Natürlich möchte jeder die Küche nach seinen eigenen Vorstellungen planen und einrichten. Dabei gilt es aber durchaus einige Aspekte zu beachten. Welche dies im Einzelnen sind und wie Sie den Raum besonders effektiv ausnutzen können, das möchten wir Ihnen im folgenden Beitrag näherbringen.

Heiß nicht direkt neben kalt – ist das noch aktuell?

Früher hieß es immer, dass der Herd keinesfalls neben dem Kühlschrank stehen sollte. Diese Empfehlung wird auch heute noch ausgesprochen. Denn die vom Backofen abgegebene Wärme zwingt den Kühlschrank zu einer größeren Kühlleistung, die Energiekosten steigen gerade bei häufiger Nutzung des Ofens deutlich an. Sinnvoll ist es auch, die Waschmaschine, sofern sie überhaupt in der Küche aufgestellt werden muss, nicht direkt neben den Backofen zu platzieren.

Handelt es sich um einen Unterbau-Kühlschrank, so sollte auf diesem kein Toaster und auch keine Kaffeemaschine aufgestellt werden, denn auch diese erhöhen den Energiebedarf. Steht die Kaffeemaschine allerdings auf einer Korkunterlage, kann sie auch auf dem Kühlschrank aufgestellt werden.

Kundenberatung wird bei uns sehr groß geschrieben. Deshalb versuchen wir bei der Küchenplanung immer als erstes den Kundengeschmack so genau wie möglich zu ermitteln, damit die Küche auch nach Jahren noch gefällt.

Thomas Friedrich – Küchenexperte & Inhaber des Küchen-Loft in Köln

1. Kochinsel oder Küchenzeile?

Eine Kochinsel ist zwar sehr modern, benötigt allerdings deutlich mehr Platz als eine Küchenzeile. Die Insel wird inmitten des Raumes installiert und ist somit von jeder Seite aus erreichbar. Grenzt direkt das Esszimmer an, kann sie auch als Raumteiler wirken.

Besonders für kleine Räume ist die Küchenzeile von Vorteil. Sie wird direkt an der Wand aufgehängt bzw. montiert und nimmt so wenig Platz weg.

2. Anordnung der Küchenzeile optimieren

Das der Backofen nicht direkt neben dem Kühlschrank stehen sollte, haben Sie mittlerweile erfahren. Der Kühlschrank sollte aber auch nicht direkt neben der Heizung stehen, denn auch diese gibt in der kalten Jahreszeit – sogar regelmäßiger als der Backofen oder Herd – Wärme ab.

Besonders ältere Menschen entscheiden sich oft dafür, den Backofen nicht direkt auf den Boden, sondern weiter oben im Schranksystem einbauen zu lassen. So ist er bei Bedarf bequemer erreichbar. Auch die Mikrowelle können Sie so in das Schranksystem integrieren.

3. Stauraum nutzen

Wird die Küchenzeile in L- oder U-Form errichtet, ließ sich bis vor einigen Jahrzehnten der Platz in den Ecken nur schlecht nutzen. Mittlerweile werden dafür Rondells angeboten, auf denen beispielsweise Töpfe, Deckel und Schüsseln Platz finden können.

Sehr sinnvoll sind auch sogenannte Apothekerschränke, in denen besonders viele kleine Dinge verstaut werden können. Diese werden ebenfalls in die Küchenzeile eingepasst.

Entscheiden Sie sich für eine Küchenzeile oder Kücheninsel mit vielen Schubfächern bzw. Auszügen, so können Sie hier ebenfalls Ihre Küchenutensilien bequem verstauen. Noch vorteilhafter ist es, wenn sich die Schubfächer zu den beiden gegenüberliegenden Seiten ausziehen lassen.

4. Essecke oder separates Esszimmer?

Sowohl die Essecke als auch das Esszimmer haben ihre Vorteile. In kleineren Küchen greifen viele natürlich auf die Essecke, einen kleinen Bar-Tisch inklusive Barhocker oder den klassischen Tisch mit Stühlen zurück. Das ist auch für Familien mit kleineren Kindern von Vorteil, da die Küchen in der Regel gefliest sind. Verschmutzungen lassen sich so schnell und unkompliziert entfernen.

Im Esszimmer steht meist mehr Platz zur Verfügung. Da hier aber vielerorts Laminat oder sogar Teppichboden verlegt wurde, kann dieser natürlich schnell Flecken bekommen – vor allem dann, wenn kleinere Kinder zur Familie gehören. Hier wäre es unter Umständen sinnvoll, unter deren Platz eine abwaschbare Unterlage auszulegen.

5. Eine Durchreiche einbauen

Befindet sich das Esszimmer oder die Essecke des Wohnzimmers direkt neben der Küche, so ist es sinnvoll, eine sogenannte Durchreiche in die Wand einzulassen. Da hier allerdings Veränderungen am Mauerwerk vorzunehmen sind, müssen Mieter vor Beginn der Umbauarbeiten die schriftliche Erlaubnis des Vermieters einholen. Unter Umständen übernimmt dieser ja auch die Umbaukosten, wenn er von der Richtigkeit der Maßnahme überzeugt ist. Generell empfiehlt es sich, die Arbeiten am Mauerwerk von einem Fachmann vornehmen zu lassen, beispielsweise einem örtlichen Bauunternehmen.

Fazit

Es ist gar nicht so einfach, die eigene Küche zu planen, und dabei keine wichtigen Aspekte außer Acht zu lassen. Deshalb empfehlen wir Ihnen, einen erfahrenen Küchenfachberater hinzuzuziehen, der sich die örtlichen Gegebenheiten genau anschaut, entsprechend Maß nimmt und Ihnen dann Gestaltungsvorschläge unterbreitet. Sie selbst haben sicher anhand unseres Beitrages auch schon einige Ideen und Vorstellungen, die Sie in die gemeinsame Planung mit einfließen lassen können.

1 Kommentar

  1. Danke für die Tipps bzgl. der Küchenplanung. Meine Tante möchte für meine Oma eine Senioren Gerechte Küche planen. Da sie eine kleine und verwinkelte Küche hat ist das sehr schwierig. Freunde haben ihr dazu geraten einen Spezialisten zu beauftragen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*