Sanierputz – Verarbeitungshinweise und Tipps

Sanierputz wird zur Instandsetzung feuchten oder salzbelasteten Mauerwerks eingesetzt. Des Weiteren dient er als Unterputz und bietet so die optimale Grundlage für den Wandneuaufbau.

Sanierputz, der mancherorts auch als Entfeuchterputz bezeichnet wird, besteht aus Zement, verschiedenen Zusätzen sowie mineralischen Zuschlägen und Leichtzuschlägen. Die Zusammensetzung unterscheidet sich dabei je nach Hersteller. Die Zusätze und Zuschläge werden beigemischt, um eine bessere Feuchteregulierung sowie eine optimale Haftung zu erreichen.

Sanierputz wird unter anderem an Kellerwänden eingesetzt. Er sollte dabei mit der Erde nicht in Berührung kommen, sofern er auf der Außenwand angebracht wird. Regelungen zum Einsatz des Sanierputzes sind in der EU-Richtlinie EN-998-1 „Festlegung für Mörtel im Mauerwerksbau – Putzmörtel“ zu finden.

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Sanierputze sind schwach saugend, zugleich aber auch porös und diffusionsoffen. Der Putz saugt das salzhaltige Wasser nur wenig aus dem Mauerwerk an, dieses verdampft innerhalb des Putzes und wird als Wasserdampf an die Putzoberfläche abgegeben. So ist es möglich, dass die Putzoberfläche selbst trocken bleibt und es zu keinen Ausblühungen kommt. Die Salze selbst werden in den Poren gebunden und kristallisieren hier, ohne dass es zu Zerstörungen des Putzes kommt.

Verarbeitung und Anbringung von Sanierputz

Zuerst muss das freigelegte Mauerwerk von Schäden und Verunreinigungen befreit werden. Danach wird ein Sanierputzsystem genutzt, welches aus insgesamt vier Etappen besteht. Das Aufbringen des Sanierputzes ist nur eine Etappe davon. Zuerst sollte ein Spritzbewurf erfolgen, der schon einmal die gröbsten Unebenheiten ausgleicht. Danach wird der Grundputz – beispielsweise als Ausgleichsputz oder Porengrundputz – aufgebracht. Erst wenn dieser getrocknet ist, kann der Sanierputz aufgetragen werden, dem dann noch eine weitere Deckschicht folgt. Hierbei kann es sich sowohl um Oberputz als auch um einen Farbanstrich handeln.

Sowohl die Grundputze als auch die Sanierputze können entweder mit einer Mischmaschine als auch von Hand mittels Rührwerk gemischt werden. Nur sogenannte Freifallmischer sind hier ungeeignet, da eine genaue Dosierung des Trockenmörtels und das Wassers wichtig ist. Beim Sanierputz sollte die vom Hersteller auf dem Gebinde angegebene Mischdauer unbedingt eingehalten werden. Nur so ist es möglich, dass die Zusatzmittel Luftporen bilden können und zugleich den Putz wasserabweisend machen. Unbedingt eingehalten werden müssen auch die Mindestschichtdicken. Entfeuchterputz wird meist einlagig aufgebracht, die Schichtdicke sollte bei zwei Zentimetern liegen. Werden mehrere Lagen notwendig, sollte die Schichtdicke zwischen einem und zwei Zentimeter betragen. Nachdem die erste Schicht aufgetragen wurde, muss erst abgewartet werden, bis sie ausgehärtet ist. Dies ist meist nach einem Tag der Fall.

Da es beim Auftragen des Sanierputzes auf Genauigkeit ankommt und beispielsweise auch die Wände einen Meter um den betroffenen Bereich von Putzrückständen befreit werden müssen, ist es sinnvoll, mit diesen Arbeiten einen Fachbetrieb zu beauftragen. Dieser sorgt auch dafür, dass der Sanierputz keinen Kontakt mit dem Erdboden erhält, sondern eine entsprechende Barriere eingebaut wird. Die Kosten für einen Sack Sanierputz differieren je nach Hersteller erheblich. Sie können bei einem 30-kg-Sack zwischen 18 und 100 Euro betragen. Wie hoch die Kosten eines Handwerksunternehmen ausfallen, lässt sich nicht so einfach beziffern. Hier müssen auch die notwendigen Vorarbeiten berücksichtigt werden. Wird sowohl das Auftragen eines Spritzputzes, eines Grundputzes, Sanierputzes und Oberputzes notwendig, dürften die allein die Arbeitskosten pro Quadratmeter bei etwa 100 Euro liegen.

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