Rollputz – Tipps zur Verarbeitung und Anbringung

Rollputze sind sowohl auf Kunstharzbasis als auch auf Mineralbasis erhältlich. Vielfach verwendet man zum Auftragen eine Traufel, also eine Stahlkelle, und fährt dann mit einer Rolle über die verputzte Fläche. Diese Rolle muss keineswegs nur aus Fell bestehen, sondern kann auch verschiedene Muster aufweisen, die sich somit mühelos auf die Wand übertragen lassen.

Rollputz kann bei der Gestaltung von Innenräumen zum Einsatz kommen. Dabei muss keineswegs nur weißer oder grauer Putz verwendet werden, viele Farbkombinationen sind möglich. An Außenwänden ist meist eine gerade Putzfläche gefragt, hier wären die individuellen Arbeiten auch viel zu zeitintensiv und müssten unter Zuhilfenahme eines Gerüstes erfolgen.

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Verarbeitung und Anbringung von Rollputz

Rollputz wird meist in Eimern oder Kunststoffverpackungen angeboten. Die Gebindegrößen können beispielsweise bei 10 kg oder 25 kg liegen. Welche Menge für die Bearbeitung einer Wand benötigt wird, hängt unter anderem von der Anzahl der Aufträge, erst recht aber von der zu bearbeitenden Fläche ab. Rollputze sind in individuellen Farbtönen erhältlich und werden direkt im Baumarkt vor Ort nach Wunsch des Käufers angemischt.

Damit der Rollputz aufgetragen werden kann, muss eine ebene Unterlage vorhanden sein. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine mit Gipsputz oder Kalkputz versehene Wand handeln. Auch Gipskartonplatten können mit Rollputz überstrichen werden. Generell ist es sinnvoll, vor dem ersten Auftrag erst einmal auf einem Stück Holz oder einer übrig gebliebenen Gipskartonplatte zu üben. So lässt sich leicht feststellen, ob man mit der Verputztechnik zurechtkommt und sich die gewünschten Effekte wirklich erzielen lassen.

Aufgetragen wird der Rollputz entweder mit einer Traufel, einem Kunststoff- oder einem Edelstahlglätter. Mit dem Glätter wird er dann auch sofort abgezogen. Es sollte allerdings nur so viel Material aufgetragen werden, wie in 15 Minuten mit der gewünschten Struktur zu versehen ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Putz bereits eintrocknet und wieder zu entfernen ist. Nach dem Aufbringen wird mit der Strukturierung des Putzes begonnen. Beliebte Hilfsmittel hierfür sind beispielsweise eine Schaumstoffrolle, eine Erbslochrolle, eine Kelle, eine Bürste oder ein trockener Schwamm.

Vor- und Nachteile von Rollputz

Mit Rollputz können Innenwände ganz nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden. Wer möchte, kann eigene Maserungen entwerfen, oder das gewünschte Muster mittels Strukturrollen bzw. Schwamm aufbringen. Verschönerungen sind auch mittels zusätzlicher Farbe und Pinsel möglich. Beachtet werden sollte, dass immer nur so viel Putz aufzutragen ist, der in den nächsten maximal 15 Minuten mit dem gewünschten Muster versehen werden kann. Rollputz muss zudem sehr dünn aufgetragen werden, er lässt sich aufgrund seiner geringen Stärke nicht zum Kaschieren von Unebenheiten oder Rissen verwenden. Gefällt ein Putz später nicht mehr, lässt er sich – je nachdem, wie hell der gewählte Farbton ausfällt – problemlos überstreichen oder mit Tapete überkleben.

Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Die Kosten für Rollputz fallen sehr unterschiedlich aus. Hier kommt es nicht nur auf den Hersteller, sondern auch auf die Gebindegrößen an. Für eine 10-kg-Packung muss mit Kosten von mindestens 23 Euro gerechnet werden, sie können sich bei gleicher Gebindegröße aber auch auf mehr als 50 Euro belaufen. Für 22-kg-Gebinde oder 25-kg-Eimer entstehen ebenfalls Kosten von mehr als 50 Euro. Wird ein Handwerksunternehmen mit dem Aufbringen des Rollputzes und dessen Verschönerung beauftragt, sollte man sich vorher einen Kostenvoranschlag erstellen lassen. Je nach Deckungsverhalten des Untergrundes, der Anzahl der notwendigen Farbaufstriche und der gewünschten Musterung können so ebenfalls Kosten von 30 Euro oder mehr pro Quadratmeter entstehen.

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