Kalkzementputz

Kalkzementputz gehört zur Putzmörtelgruppe P II und besteht aus Kalk und Zement, die als Bindemittel fungieren. Zusätzlich enthält der Putz Sand, der als Hilfsstoff eingesetzt wird. Er zeichnet sich besonders durch seine wasserabweisenden Eigenschaften aus und kann deshalb sowohl für den Innen- als auch den Außenputz verwendet werden. Auch in Küchen und Bädern kann er Verwendung finden. Kalkzementputz ist aufgrund seiner diffusionsoffenen Oberfläche sehr atmungsaktiv und bietet deshalb einen guten Schutz vor Schimmelbildung, sofern die Räumlichkeiten regelmäßig gelüftet werden. Auch in Kellerräumen kann dieser Putz eingesetzt werden.

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Verarbeitung, Anbringung, Kosten

Kalkzementputz kann beispielsweise bei der Sanierung von Fachwerkhäusern eingesetzt werden. Generell ist es sinnvoll, für das Auftragen des Kalkzementputzes einen Fachmann hinzuzuziehen und diesen mit der Arbeit zu betrauen. Denn besonders Kalk ist stark ätzend und kann bei nicht sachgemäßem Gebrauch zu Verätzungen auf der Haut führen. Wer aber handwerklich etwas versiert ist und sich an die auf dem Gebinde aufgedruckten Vorgaben hält (hierzu zählen unter anderem das Tragen einer Schutzbrille und von Schutzkleidung beim Anrühren des Gemisches), kann selbstverständlich auch selbst Hand anlegen.

Vor dem Aufbringen des Putzes muss darauf geachtet werden, dass der Untergrund sauber ist und keinerlei Beschädigungen aufweist. Sind solche vorhanden, müssen diese vorher beseitigt oder ausgebessert werden. Selbstverständlich gilt es auch, die auf dem Gebinde angegebene Trocknungszeit zu beachten, bevor beispielsweise mit dem Anbringen einer Tapete oder eines Farbanstriches begonnen werden kann.

Die Materialkosten belaufen sich – je nach Hersteller – zwischen 6 und 13 Euro pro 25- bzw. 30-kg-Sack (Gebinde). Wer einen Handwerker mit dem Auftragen des Kalkzementputzes beauftragen möchte, muss hier pro Quadratmeter mit weiteren Kosten von sechs bis zwölf Euro rechnen. Notwendige Zusatzarbeiten wie beispielsweise das Abkleben von Flächen oder Rändern werden eventuell zusätzlich in Rechnung gestellt. Hier ist es sinnvoll, eine entsprechende Absprache zu treffen und sich diese schriftlich bestätigen zu lassen.

Vorteile, Nachteile

Kalkzementputz zeichnet sich durch seine diffusionsoffene Oberfläche, aber auch durch seine wasserabweisenden Eigenschaften aus. Er kann sowohl als Innen- als auch als Außenputz verwendet werden. Der Einsatz im Bad oder in der Küche ist problemlos möglich, da er aufgrund seiner Zusammensetzung kein Wasser aufnimmt und zugleich für eine gute Belüftung des Mauerwerks sorgt. Die Gefahr der Schimmelbildung wird somit deutlich reduziert. Von Nachteil ist, dass vor allem der Bestandteil Kalk stark ätzend wirkt. Deshalb darf Kalkzementputz nur dann angerührt und auf die Wände aufgebracht werden, wenn die verputzende Person Schutzkleidung (Handschuhe, alte Oberbekleidung, alte Jacke, Schutzbrille) angezogen hat, die sowohl die Haut als auch die Augen schützt.

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